Juckende Augen? So vermeiden Sie es, daran zu reiben

Juckende Augen? So vermeiden Sie es, daran zu reiben

Juckende Augen können äußerst unangenehm sein – besonders in der Pollensaison oder bei trockener Heizungsluft. Viele Menschen reiben sich instinktiv die Augen, um das Jucken zu lindern. Doch genau das kann die Beschwerden verschlimmern. Hier erfahren Sie, warum Sie besser nicht reiben sollten – und was stattdessen hilft.
Warum jucken die Augen?
Juckende Augen entstehen meist durch eine Reizung der Bindehaut. Häufige Ursachen sind:
- Allergien – vor allem gegen Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare.
- Trockene Augen – wenn die Tränenflüssigkeit nicht ausreicht, um das Auge zu befeuchten.
- Umwelteinflüsse – etwa Rauch, Klimaanlagen oder lange Bildschirmarbeit.
- Infektionen – zum Beispiel eine leichte Bindehautentzündung.
Bei einer Reizung schüttet der Körper Histamin aus. Das führt zu Rötung, Schwellung und Juckreiz. Reiben verstärkt diese Reaktion und kann die Beschwerden verschlimmern.
Warum Sie nicht reiben sollten
Auch wenn Reiben kurzfristig Erleichterung verschafft, kann es dem Auge auf Dauer schaden:
- Mehr Reizung: Durch den Druck werden noch mehr Histamine freigesetzt – das Jucken nimmt zu.
- Infektionsgefahr: Bakterien oder Viren von den Händen können ins Auge gelangen.
- Hornhautschäden: Starkes oder häufiges Reiben kann die Hornhaut verletzen oder in seltenen Fällen zu einer Ausdünnung (Keratokonus) führen.
- Rote, geschwollene Augen: Der Druck kann kleine Blutgefäße platzen lassen, was die Augen noch gereizter aussehen lässt.
Kurz gesagt: Je mehr Sie reiben, desto stärker juckt es – ein Teufelskreis, den man besser vermeidet.
Was Sie stattdessen tun können
Zum Glück gibt es viele sanfte Möglichkeiten, juckende Augen zu beruhigen.
1. Augen spülen
Verwenden Sie künstliche Tränen oder eine Augenspüllösung aus der Apotheke, um Pollen, Staub und andere Reizstoffe auszuspülen. Das befeuchtet die Augen und lindert den Juckreiz.
2. Kühlen hilft
Eine kühle, feuchte Kompresse oder eine Augenmaske aus dem Kühlschrank kann Schwellungen reduzieren und schnell Linderung bringen. Legen Sie sie für 5–10 Minuten auf die geschlossenen Augen.
3. Allergiemittel einsetzen
Wenn eine Allergie die Ursache ist, können antihistaminhaltige Augentropfen oder Tabletten helfen. Lassen Sie sich in der Apotheke oder von Ihrem Arzt beraten, welches Präparat für Sie geeignet ist.
4. Kontaktlinsen pausieren
Bei gereizten oder allergischen Augen ist es besser, vorübergehend auf Brille umzusteigen. Kontaktlinsen können die Symptome verstärken.
5. Hände sauber halten – und weg von den Augen!
Waschen Sie regelmäßig die Hände und vermeiden Sie es, die Augen zu berühren. Wenn der Drang zu stark ist, drücken Sie stattdessen sanft mit einem sauberen, kühlen Tuch auf das geschlossene Auge.
Vorbeugung im Alltag
Mit ein paar einfachen Gewohnheiten können Sie Ihre Augen langfristig schützen:
- Lüften Sie regelmäßig, aber halten Sie in der Pollensaison die Fenster geschlossen.
- Tragen Sie Sonnenbrillen im Freien – sie schützen vor Wind, Pollen und UV-Strahlung.
- Achten Sie auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit in Innenräumen, besonders im Winter.
- Machen Sie Bildschirmpausen: Blinzeln Sie bewusst und schauen Sie alle 20 Minuten in die Ferne.
- Entfernen Sie Make-up gründlich, um Reizungen zu vermeiden.
Wann Sie zum Arzt sollten
Wenn das Jucken nach einigen Tagen nicht nachlässt oder Sie Schmerzen, starke Rötung, Schwellung oder verschwommenes Sehen bemerken, sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen. Es könnte sich um eine Infektion oder eine andere Augenerkrankung handeln, die behandelt werden muss.
Ein letzter Tipp
Juckende Augen sind meist harmlos, aber sehr störend. Wenn Sie auf das Reiben verzichten und stattdessen auf Feuchtigkeit, Kühlung und Ruhe setzen, können Sie die Beschwerden oft schnell lindern – und Ihre Augen danken es Ihnen.










